Gedichte

Kerzenschein

Kerzenschein in einer
stillen Stube.
Ruhig, traumverloren;
Nicht ein Hauch bewegt die Flamme.
Ruhig rinnt die Zeit.

Heimat

Heimat klingt wie Kindheit heut in mir.
Frühe Freuden und auch Trauer
in mir alt bekannten Straßen
sind in meinem Herzen aufbewahrt.

Gegend, die einst so vertraut,
die mit Freunden ich erlebte
wo die Zukunft nicht verbaut.
Große Hoffnung wir besprochen,
Träume ganz besonderer Natur
ungestraft uns eingestanden.

Erste eigene Gedanken in die
Zukunft hingelenkt.
Schaudernd eingedenk
fremder Anekdoten
die das Draußen will verschrecken.

Überschaubar und vertraut
Lockt das altgewohnte Leben
Bleib doch hier,
hier in Deiner Stadt

Fernweh wartet nicht vergebens,
muss hinaus, muss mich erproben,
Lernen und Erfahrung ist mein Traum.
Wäre schön,
ich käme wieder
zu meinen Heimatort.

Freiheit

Freiheit ist ein Abenteuer,
begrenztes Leben
in die Spur hineingestellt.
Solcher Art von 
frei sein
ist uns mehr vertraut

Wer es will,
der muss es wagen
mutig Brücken
überqueren,
sich dem
Jetzt
ganz hinzugeben.

Ohne Angst mit klarem
Blick
Fremdes zu verstehen.
Kein Vergleich
und Maß ist vorgegeben.
Allein nur deine Augen
Und dein Herz
sehen
und verstehen
wenn du willst
unsre
schöne weite Welt

Das Feuer im Spiegel der Selbstherrlichkeit

Spieglein, Spieglein —- kalt und unbarmherzig zeigst Du mir – mich, meine Natur,
ein Kaleidoskop meines Wesens,
unklare Sequenzen meines Ich.

Er zeigt gnadenlos wie ich bin, geworden bin, werden musste, werden wollte!
Zugelassen habe, mich entschieden habe  so zu sein.
erkläre mir, jetzt, gestern, heute, morgen, mir allein,

Bin ich normal, ist meine Seele optimal, mein Geist erweitert 
Durch mein Leben. 
Du Spiegel der Gerechtigkeit, bring Licht in meiner Seele Qual!

Zeigst mich verändert in der Metamorphose von Jahrzehnten, 
gleich nur das Feuer in den Augen und
die Schatten auf den Wangen bei Kerzenlicht.

Der alte Spiegel strahlt, er zeigt ganz unbestechlich was ich nicht sehen will, neutral
das alt bekannt Gesicht –
mit dem Feuer spielt man nicht.

Autoren:
Chris Hauf
Doris Heck

Wohin

Dünne Luft umhüllt mich
Wasser in Quadern
eingefroren
Felsen
bizarr nach oben
aufgetürmt
versperren mir den Zugang
in das Land.

Sonne glüht dumpf
in fahlem Rot.
Kaum noch Sterne sind zu sehen,
Stürme ungezähmt
rasen ohne Unterbrechung
über den Planeten,
verblasen jedes Korn
in tiefsten Höllenschlund.

Licht, sparsam hingemalt
zeigt gespenstisch
graue Schatten
wo kein Leben existiert.
Elemente sind entfesselt
produzieren lebensfeindlich
Welt.

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